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Pünktlich um 9:oo Uhr“fand“ uns die Künstlerin (im wahrsten Sinne des Wortes) im 4. Stock des Vinzenzheims.Die Kinder freuten sich auf die Abwechslung und versammelten sich um unseren runden Tisch.Zuerst erklärte Frau Hirsch den Kindern die Materialien, die sie mitgebracht hatte. Neben Naturfarben bzw. Naturpigmenten hatte Frau Hirsch auch Gummiarabikum (getrocknetes Baumharz der Akazie) und andere „Zutaten“ dabei, die man zum Binden der Farben verwendet. Die Kinder durften das Baumharz selbst mörsern und den mitgebrachten Honig – der die Farben geschmeidig macht – kosten.
Dann erhielt jede/r Schüler/in ein Papierteller, einen Malbecher, ein quadratisches präpariertes Pappelholzbrett und je nach Vorhaben Kleckse verschiedenster Farben und ein – ebenfalls von der Künstlerin mitgebrachtes - bereits fertiges Bindemittel.
Schon konnten die Kinder mit ihren Kunstwerken beginnen. Es faszinierte sie, wie kräftig und schön die Farben wurden und wie diese nach dem Auftragen durch die Holzstruktur und –maserung noch „weiterarbeiteten“.
Frau Hirsch fand zu den Kindern schnell Zugang, und sie bekam nicht nur einmal das Kompliment „Du bist aber nett!“.
Die Atmosphäre in der Klasse war – was in unseren Klassen nicht selbstverständlich ist - sehr angenehm und ruhig, die Schüler/innen konnten der Künstlerin gut folgen und hingen ihr buchstäblich an den Lippen.
Frau Hirsch konnte die Kinder motivieren, und selbst von ihren künstlerischen Fähigkeiten wenig überzeugte Schüler/innen blickten letztendlich auf ein perfektes Werk.
Auch beim Aufräumen waren die Schüler/innen noch rege beteiligt, manche baten die Künstlerin auch um einen Folder und eine Visitenkarte.
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